Team Kramer
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21. Apr. 2011 - 10:17

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Spoštovani gospod župan!
Sehr geehrte Gemeinderäte/Gemeinderätinnen!
Spoštovani odborniki/odbornice!

Die Resolution, mit der Sie sich gemeinsam mit 22 weiteren (SPÖ-, ÖVP-, FPK-) Mandataren gegen die Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichtshofes (!) ausgesprochen haben in unserer Gemeinde zweisprachige Ortstafeln aufzustellen, verurteilen wir aufs Schärfste. Die Resolution schadet nachhaltig dem Ansehen unserer Gemeinde und unserem Land.

Wir berufen uns mit folgendem Zitat auf die Aufgabe des Bürgermeisters und des Gemeinderates im Allgemeinen:

Andreas Kohl (u.a. habilitierter Rechtswissenschafter!) hat es in der Kleinen Zeitung in der Ausgabe vom 17. April 2011 (S. 32) auf den Punkt gebracht, indem er sagt:
Ein österreichischer Bürgermeister hat den Sprüchen des Verfassungs-gerichtshofes Rechnung zu tragen, ob man es mag oder nicht. Minderheitenrechte können nicht von den Launen eines Gemeinderates abhängen, ob sie erfüllt werden oder nicht.

Unsere Gemeinde wird in der Medienwelt derzeit sehr negativ ins Licht gestellt. Siehe unter anderem Berichte, Kommentare und Leserbriefe der KTZ, Kleinen Zeitung und anderen Medien.

Besonders bestürzt sind wir über die Worte während der Gemeindratssitzung am 14.04.2011, in der der Gemeindevorstand des TeamKramer, Mag. Stefan Kramer, bezichtigt wurde, hinter dem offenen Brief an Gottfried Wedenig von Dr. Iris Mochar-Kircher, Verena Mochar-Untertrifaller B.A. und Dipl. Ing. Constance Mochar zu stehen. Nach Forderung um Klarstellung seitens von Mag. Kramer, wurde die Beschuldigung als Vermutung abgeschwächt. Dieses Verhalten ist eine große Enttäuschung für uns persönlich und auch für die ganze Zusammenarbeit, zum Wohle der Gemeinde, um die wir uns in den letzten Jahren so bemüht haben.

Eine Entgegnung der Leserbriefschreiberinnen liegt diesem Schreiben bei.

Von Ihrer Vorgangsweise und Ihrem Abstimmungsverhalten sind wir menschlich zutiefst enttäuscht und betroffen. Wir sind nicht und wollen auch in Zukunft keine Gemeindebürger/Gemeindebürgerinnen zweiter Klasse sein – wir lassen uns unsere Würde nicht nehmen. Wir sind Menschen und nicht in Prozenten zählbar.

Wir hoffen und erwarten, dass Sie Schritte setzen werden, den Schaden, den Sie uns und unserer Gemeinde zugeführt haben, wieder gut zu machen. Das können nur Schritte sein, die in die Zukunft weisen und nicht rückwärtsgewandt sind.

Trotz allem wünschen wir Ihnen friedvolle Osterfeiertage!
Kljub temu Vam želimo mirne Velikonočne praznike!

GV Mag. Stefan Kramer
GR Peter Grilliz
GR Bernarda Komar
GR Jozej Haschej

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