Herr Bürgermeister, Gemeinderäte und Gemeinderätinnen von Eberndorf,
der erste offene Brief an Herrn Bürgermeister Wedenig „Der Eberndorfer Bürgermeister zum Ortstafelkonsens – Unterkärntner Psychose unter der Lupe“, der in stark gekürzter Form als Leserbrief in der Kleinen Zeitung abgedruckt wurde, spiegelt einzig und allein die persönliche Meinung der Unterzeichnenden wider.
Da Herr Kramer offensichtlich bezichtigt wurde, Einfluss auf unseren offenen Brief an Herrn Wedenig in Bezug auf die Ortstafeln genommen zu haben, macht es dringend notwendig, diese Anschuldigung aus dem Weg zu räumen. Es ist eine Ungeheuerlichkeit an sich, die Vermutung Ihrerseits in den Raum zu stellen, Herr Kramer hätte auch nur irgendwie manipuliert.
Herr Kramer hat genauso wie weitere Gemeinderatsmitglieder den Brief zeitgleich in Kopie erhalten, an Herrn Bürgermeister Wedenig erging der Brief allerdings schon zuvor. Mit Herrn Kramer hatten die drei Unterzeichnenden vor oder beim Verfassen des Textes keinen Kontakt, geschweige denn hat Herr Kramer in irgendeiner Weise Einfluss geübt.
Die mutmaßliche - um nicht zu sagen böswillige - Beschuldigung der Manipulation an Herrn Kramer zeigt ganz deutlich:
1. Persönliche Meinungen von Nichtslowenen (die grundsätzlich eine gewisse Sympathie zur SPÖ hätten) werden nicht ernst genommen. Zudem liegt unsererseits die Vermutung nahe, Frauen werden in ihrer eigenen Meinung grundsätzlich nicht auf gleicher Ebene wahrgenommen. Es kommt einer ungeheuerlichen Abwertung gleich, Frauen könnten quasi leichtens beeinflusst und instrumentalisiert werden.
2. Es widerspricht der Politikerethik, die Macht dafür zu missbrauchen, unlautere und unhaltbare Angriffe zu tätigen, und die Macht dann für eine Mehrheit auszunutzen.
3. Genau die im offenen Brief beschriebene Umkehrung von Täter und Opfer wird hier erneut sehr deutlich: Der „Slowene“ wird zum Täter bzw. zum Sündenbock gemacht.
Man kann sich zwischen zwei emotionalen Gefühlen entscheiden: Trauer oder Wut und Zorn. Der Bericht im Report und nicht zuletzt ihr Dringlichkeitsantrag an die Bundesregierung hat zweiteres Gefühl in den Vordergrund gespült. Sich für seinen Heimatort schämen zu müssen, tut aber trotz aller Wut sehr weh.
Liebe Vertreter und Vertreterinnen in der Gemeinde!
Bitte nehmen Sie endlich eine Aufklärungsarbeit wahr, die vom Verfassungsgerichtshof ausjudiziert wurde. Das sind Sie der Bevölkerung und dem sozialen Frieden schuldig!
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Iris Mochar-Kircher, Verena Mochar-Untertrifaller B.A., Dipl. Ing. Constance Mochar
Information:
Das Thema des Ortstafelkonfliktes bzw. der nationalen Konflikte begleitet mich und meine Schwestern seit unserer Kindheit. Dieses Lebensthema bzw. das Spannungsfeld zwischen nationaler Politik und Volksmusik habe ich in weiterer Folge zum Gegenstand meines Dissertationsprojektes gemacht, da mir eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Auseinandersetzung sehr wichtig erschien. Die Ergebnisse dieser Dissertation sind als Buch publiziert worden:
Iris Mochar–Kircher: Das "echte deutsche" Volkslied. Josef Pommer (1845 - 1918) - Politik und nationale Kultur, Frankfurt am Main: Peter Lang GmbH, Europäischer Verlag der Wissenschaften 2004. ISBN 3-631-52753-5.
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Marko Haschej | 08.Jan. - 14:06Back from the US |
1 Wir sind wieder da! ... auch online. Während das Team Kramer in den letzten Monaten schon intensiv an der Realisierung… weiterlesen...
Marko Haschej | 18.Mar. - 15:17Neuigkeiten? |
Ja, was soll ich euch erzählen?! Wir würden euch gerne mit neuen Infos von den Koalitionsverhandlungen füttern, doch momentan ist… weiterlesen...